Aufbau von Retentionsbodenfilteranlagen
In einer Vorstufe bestehend aus einem Regenüberlaufbecken (Mischsystem) oder einem Regenklärbecken (Trennsystem) werden größere Partikel und Schmutz zurückgehalten.
Ein Einlauf- und Verteilerbauwerk sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Zulaufes auf der Retentionsbodenfilter-Oberfläche.
Planung und Betrieb von Retentionsbodenfilteranlagen
Eine sorgfältige und umfangreiche Planung ist entscheidend für den erfolgreichen Betrieb von Retentionsbodenfilteranlagen. Nach Prüfung der Umsetzbarkeit (z.B. Flächenverfügbarkeit und -eignung) muss die zu erwartende stoffliche und hydraulische Belastung abgeschätzt werden, um das Reinigungsziel und die Prozessstabilität der Anlage dauerhaft zu gewährleisten.
Die erzielbare Reinigungsleistung von Retentionsfilterbecken wird maßgeblich von dem verwendeten Filtermaterial bestimmt. Das Filtermaterial sollte eine gute Filtrationsleistung haben, mechanisch stabil sowie frei von Schadstoffen sein. Außerdem ist der Carbonatgehalt entscheidend.
Die Deckschicht sollte aus frost- und tausalzbeständigem mineralischem Material bestehen mit entsprechender Korngrößenverteilung.
Bei der Dränschicht ist der Anteil der Feinanteile möglichst gering zu halten, um eine effiziente Drainage sicherzustellen. Zudem muss die Filterstabilität zwischen dem Filterkörper und der Dränschicht gegeben sein.
Sämtliche Anforderungen an Filtersubstrate, Drän- und Deckmaterial sind im Arbeitsblatt DWA-A 178 für Retentionsbodenfilteranlagen definiert.